04
April
2009

Was ist Astrologie - von Jürg Kindle

Was ist Astrologie - von Jürg Kindle

Der Kosmos

Betrachten wir die beiden Bilder, das Bild mit dem Fötus in der Fruchtblase und das Bild mit der Galaxie inmitten des Universums, so sehen wir uns zuerst der Unendlichkeit von Zeit und Raum gegenüber. Wenn wir die Frage stellen: „Woher“ komme ich und „Wohin“ gehe ich, so fragen wir nach unserer räumlichen Existenz. Wenn wir fragen nach: Was war „vorher“ und was wird „nachher“ sein, so fragen wir nach unserer zeitlichen Existenz.

Einerseits erkennen wir unsere jetzige Existenz auf der Raum - Zeitachse als scheinbar winzigen und vernachlässigbaren Punkt. Andererseits staunen wir aber auch demütig über das Wunderwerk Mensch, der Krone der Schöpfung. Vom materiellen Standpunkt her gesehen sind wir tatsächlich nur unwichtige kleine Punkte. Vom spirituellen Standpunkt her sind wir Teil der Schöpfung und damit All–verbunden. Materiell gesehen sind wir kleine isolierte Wassertropfen, spirituell gesehen sind wir eins mit dem Meer und werden damit zum Meer selbst. In der Einsamkeit fühlen wir uns klein. Einsamkeit ist ein Gefühl von abgekoppelt sein von der Ganzheit. Auf spiritueller Ebene können wir uns jedoch mit der Ganzheit verbinden und Einheit in der Schöpfung erfahren. Hier bin ich nicht ein abgetrennter Teil eines Ganz en sondern verschmolzen da mit wie der Wassertropfen mit dem Meer.

Aus Sicht der Galaxie erscheint uns der Fötus nichtig und klein. Aus Sicht eines Atoms hingegen wiederum gross. Galaxie, Fötus und Atom sind ein jeweils in sich geschlossenes System, ein Kosmos. Jeder Kosmos als in sich geschlossenes System ist wiederum Teil eines noch grösseren Kosmos und ist damit einer Hierarchie unterworfen. Der übergeordnete Kosmos des Fötus ist der Mutterleib, diesem übergeordnet die Familie, die Gesellschaft, die Menschheit, die Gemeinschaft aller Lebewesen u.s.w. Ein Mann wurde von seinem spirituellen Lehrer gefragt: „Wer bist Du?“ worauf der  ann seinen Namen nannte. „Woher kommst Du?“ war die nächste Frage. Der Mann nannte seine Geburtsstadt. Die nächste Frage war: „Wo ist diese Stadt“? „In Kalif ornien“, so die weitere Antwort. „Wo ist Kalifornien?“ – „ In Amerika“. „Wo ist Amerika – „Auf dem amerikanischen Kontinenten“. „ Wo ist der amerikanische Kontinent?“ „Auf der Erde“. „Wo ist die Erde?“ „Im Sonnensystem“. „Wo ist das Sonnensystem?“ – „In der Galaxie der Milchstrasse“. – „Wo ist die Milchstrasse?“. „Im Universum“. „Ja und wo ist das Universum?“ Hier wusste der Mann nicht mehr weiter. Der Lehrer erwiderte: „Woher willst du wissen wer du bist, wenn Du nicht einmal weißt wo Du wohnst.

Wenn wir diesen Ausflug in den Makrokosmos vom Universum aus betrachten und die Reise rückwärts antreten, dann muss der Mensch aus Sternenstaub geschaffen sein. Die Sonne als Zentrum unseres Planetensystems nimmt 99% der Masse unseres Sonnensystems ein. Die Erde ist ausgeschleuderte Sonnenmaterie. Die Sonne wiederum war aus einer Supernova in der Milchstrasse entstanden.

Wenn wir also das Produkt von Sternenstaub sind, so müssen für uns auch dieselben Gesetzmässigkeiten gelten wie in der Galaxie. Hermes Trismegistos, der grosse Gelehrte und Mystiker des Altertums prägte den Satz „Wie oben so unten“. Wer ein Sandkorn versteht, versteht das Universum, wer das Universum versteht, versteht ein Sandkorn. In der Bibel finden wir später dieselbe Entsprechung im Gebet des „Vaterunser“: „Wie im Himmel, so auf Erden“.

Der kausale Ansatz

Die heutige Wissenschaft spaltet die Materie auf in immer kleinere Teile. Hier gilt das Gesetz der Kauslität von Ursache und Wirkung. Kausalität ist ein lineares Verketten von Erkenntnissen und Beweisführungen (aus a folgt b u.s.w.). Für uns bildet das Prinzip der Kausalität die Grundlage unserer Gesellschaftsform. Dazu gehört beispielsweise das Strafen. „Weil du das getan hast, erhältst du eine Strafe“. Aber auch das Belohnungssystem basiert auf Kausalität: „ Wenn Du dies tust, dann darfst du das“. Die indische Karmaphilosophie fusst ebenfalls auf dem Prinzip der Kausalität. Das aufgebürdete resp. abgetragene Karma ist entscheidend für die wiedergeburtliche Existenz. Der Ablass in der katholischen Kirche im Mittelalter baute auf dem Schuld und Sühne- Gedanken auf. Die Interpretation liess viele Wohlhabende, ohne sich um die Folgen zu kümmern, weitersündigen um dann gegen Bezahlung unbekümmert und ohne Konsequenzen den Himmel zu erreichen und dem Fegefeuer zu entgehen.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Kausalitätsgesetz spielt also auf der horizontalen Zeitachse. Es vollzieht sich linear in der Zeit als Ereigniskette. Während die Wissenschaft die Materie in immer kleinere Betandteile teilt, verliert sie immer mehr den Bezug zur Ganzheit. Ein gnadenloses Beispiel ist die Erforschung des Klimawandels. Als wäre Wissenschaftlichk eit alleine schon die Lösung des Problems, werden Satelliten in den Raum geschossen und Forscher in die Arktis geschickt um der Tagespresse regelmässig Sensationen über den kollektiven Untergang aufzutischen. Rein materielle Methoden können nie zur Ganzheit führen. Bestenfalls dienen Sie zur Symptombekämpfung.

Der analoge / synchrone Ansatz

Wenn wir nun die kulturellen Leistungen der antiken Hochkulturen betrachten, muss uns auffallen, dass es dem gegenüber eine andere Form von Wissen, also andere nicht kausale wissenschaftliche Systeme oder Methoden gegeben haben muss. Denn im Wesentlichen wurden alle mathematischen, astronomischen, physikalischen und medizinischen Phänomene in der Antike bereits in ihrer Vollkommenheit erkannt und dies ohne die technischen Werkzeuge von heute. Wie aber war die Wahrnehmung der Menschen in der Antike und wie konnten sich die Hochkulturen entwickeln? Vergleichsweise klein und voller Staunen steht der moderne Mensch vor diesem Wunder. Die archäologischen Funde von Knochenplatten, die aus dem Jahre 32’000 vor Christus stammen, enthielten eingeritzte Kerben und Symbole die eindeutig als die Mondzyklen entschlüsselt wurden. Das war zur Zeit des Cro Magnon-Menschen, noch vor dem Auftreten des Homo Sapiens. Mesopotamien, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris entspricht in etwa dem heutige Irak . Es gilt als die Wiege der Zivilisation. Um ca. 4000 vor Chr. gibt es bereits Anzeichen einer städtischen Siedlung. Hier wurde auch die Keilschrift von den Sumerern erfunden. Es scheint er wiesen, dass bereits die Sumerer astronomische Studien unter nommen haben. Die „Venustafeln von Amizzaduga“ um 2300 v.Chr. belegen die Beobachtungen der Venusphasen im Jahresverlauf. Zu dieser Zeit entstand auch die berühmte Cheopspyramide, deren Bauweise uns heute noch ein Rätsel aufgibt. In den nächsten Jahrhunderten beobachteten die Mesopotamier, insbesondere die Babylonier, kontinuierlich weiter und stellten Listen von Phänomenen zusammen. Schliesslich gelangten sie soweit, dass auf der Grundlage der beobachtet en Wiederkehr von Planetenzyklen recht genaue Schätzungen von Planetenpositionen für jeden Zeitpunkt in der Zukunft möglich waren. Sie liefern damit den Beleg, dass das zivilisatorische Leben und die Naturphänomene in Bezug auf astrologische Konstellationen untersucht und wissenschaftlich verankert wurden. In diesem Zusammenhang sei z.B. auch auf den Appenzeller Bauernkalender verwiesen, welcher ebenfalls Mondphase, Witterung und Pflanzenwachstum in Beziehung setzt.

In einem Auszug aus den Venustafeln vo n Amizzaduga aus dem Jahr 2300 v.Chr liest man: „Wenn Venus im Osten im Monat Airu erscheint und die Großen und die Kleinen Zwillinge sie umgeben, alle viere, und sie ist dunkel, dann wird das Königreich von Elam krank werden und nicht am Leben bleiben.

Es heisst nicht: „Weil“ die Venus im Osten im Monat Airu erscheint, sondern „Wenn“ die Venus im Osten im Monat Airu erscheint. Dies ist ein grundlegender Unterschied, denn das „Weil“ bezieht sich auf ein zeitlich nachfolgendes Ereignis in der Kausalität. Demgegenüber ist das Wenn nicht an die Zeit gebunden. Es zeigt auf ein paralleles Ereignis hin, welches in direkter analoger Beziehung zum beobachteten Phänomen steht. „Wie oben so unten“ ist räumlich zu verstehen, der Mensch setzt sich in Beziehung zu seiner Umgebung. Damit versteht er sich als Teil des Weltenrades. Die Wissenschaften des Altertums waren also bestrebt, in der Schöpfung selbst den Schlüssel zum Geheimnis des Menschen zu finden.

Astrologie und die Kirche

Im griechischen bedeutet denn auch das Wort „Theorie“ Gottesschau oder auch die Betrachtung des Schönen, der Wahrheit durch reines Denken. Spiritualität und Wissenschaft und Staat sind deshalb im Altertum immer untrennbar miteinander verbunden. Die Trennung von Staat und Kirche gibt es nur in unserer Zivilisation nicht aber beispielsweise in islamischen Ländern oder im jüdischen Staat.

Die zentrale Wissenschaft im Altertum war die Astrologie, sie galt als „die heilige Wissenschaft“. Durch die moderne Wissenschaft wurde der Theoriebegriff entwertet und entstellt. Anstelle einer Gottesschau wird „Theorie“ heute verstanden als notwendiges Übel um sich eine Lizenz auf einem bestimmten Gebiet zu erwerben. Studentinnen und Studenten würden bestimmte Theorien wohl eher in den Abgründen der Hölle platzieren als darin eine Gottesschau zu sehen. Wie sollte man auch, bei der Erstellung von seelenleeren Statistiken die einzig allein dem Kriterium der Wissenschaftlichkeit dienen. Statistik ist unpersönlich und reduziert den Menschen auf ein einfaches Balkendiagramm. Heutzutage geht von Zahlen, Kurven und Diagrammen eine regelrechte Magie, eine hypnotisch-suggestive Wirkung aus. Suggeriert wird Wissenschaftlichkeit, Objektivität. Die moderne Gesellschaft hat dann auch die Astrologie auf ein paar wenige Klischees reduziert. „Typisch Fische, typisch Steinbock“ und so weiter. Was übrig bleibt ist eine Primitivastrologie, welche über das Niveau der Illustriertenpresse, d.h. einen Unterhaltungs- und Belustigungswert, nicht hinausgeht. Dahinter steht das Unvermögen, sich auf eine Symbol – und Bildersprache einzulassen, welche der Seele des Menschen entspringt. Diese Bilder und Symbole sind nicht mit den modernen wissenschaftlichen Methoden messbar und beweisbar. Und gerade deshalb wird die Astrologie von der Wissenschaft belächelt oder als Humbug abgetan. Gleichzeitig wurde Astrologie zu einer Glaubenssache stilisiert. Glauben nennt man ein Verhalten des Erkennens und Bekennens eines allmächtigen Wesens, welches wir Gott nennen. Astrologie ist so wenig eine Religion wie das Periodensystem der Elemente oder der Satz des Pythagoras, und ich kann an sie genau so wenig glauben, wie an die Luft die ich einatme. Im astrologischen System, wie auch im Symbolismus der Zahlen oder der Musik liegt ein Schlüssel, die Geheimnisse der Schöpfung zu ergründen. Die Systeme dürfen aber nicht mit dem Schöpfer selbst verwechselt werden. Astrologie ist keine Religion und sie ersetzt auch keine spirituelle Arbeit. Im antiken Sinne ist Astrologie ein wissenschaftliches System um zur Ganzheit, zur Wahrheit zu gelangen. Astronomie und Astrologie waren bis ins 16.J ahrhundert eine Einheit. Kopernikus begründet 1514 durch seine astronomischen Forschungen das "heliozentrische Weltbild" und bereitet damit erst die Trennung von Astrologie und Astronomie vor.

Die moderne Wissenschaft, welche die Astrologie ins Reich des Aberglaubens abschiebt bringt damit die Kirche, die das ungeliebte Kind nicht in ihren Reihen duldet, tief in Bedrängnis. Es steht außer Frage, daß zur Mitte des 16. Jahrhunderts die Kunde der Sterne einen enormen Einfluß auf die Menschen hatte. Astrologische Berechnungen, Ratschläge und Symbole waren allgemein präsent und wirkten sich in allen Bevölkerungsschichten, vom Bauern bis zum König, aus. Vom einfachen Hauskalender bis zu komplexen, mathematischen Berechnungen gab die Astrologie Rat und wirkte tief in das gesellschaftliche, politische und religiöse Leben hinein. Aufgrund von astrologischen Vorhersagen veröffentlicht Nostradamus im Jahre 1555 seine astrologischen Prophezeiungen und sagt das endgültige Ende der katholischen Kirche voraus. Im Spannungsverhältnis von Scholastik und Humanismus, Papsttum und Reformation, Religion und Aberglaube mußte die Astrologie für unterschiedlichste, oft auch unseriöse Interessen herhalten. Von einfacher Volksunterhaltung über propagandistische Hetze bis hin zu gewissenhafter, wissenschaftlicher Arbeit reichte ihr Wirkungsspektrum, das in zunehmendem Maße Anhänger und Gegner spaltete . Die ersten Renaissance- Päpste, die sich noch intensiv mit der Astrologie beschäftigten zogen gar ganze Schwärme von Astrologen an. Der erste Papst der Gegenreformation, Paul III. (1468 bis 1549 ), holte sich den Rat der Astrologen ein, um die Stunden seiner Kirchengerichte zu datieren. Es wird davon ausgegangen, dass Martin Luther auf protestantischer Seite nicht zuletzt deshalb so entschieden gegen die Astrologie war, weil sie im Vatik an so beliebt war. "Es ist ein Dreck mit ihrer Kunst", meint er in gewohnt deftiger Sprache. Mit dem Aufkommen des Buchdruckes gelangten die astrologischen Schriften, darunter der volkstümliche „Kalender and Compost of Shepherds“ unter das Volk. Ein Almanach besonders für das bäuerliche Publikum . Ähnlich dem heute noch populären Bauernkalender wurden darin Zeiten für Aussaat und Ernte, Hochzeiten und Reisen anhand der Beobachtung von Himmelskörpern bestimmt. Die Astrologie wurde bis ins 17.Jh. hinein immer populärer und war als Wissenschaft anerkannt. Es ist die Aufklärung mit ihrer zunehmenden Einsicht in naturwissenschaftliche Zusammenhänge, die die Astrologie in den Hintergrund drängt. Der Mensch fühlt sich dem Wirken von Naturmächten immer weniger hilflos ausgeliefert, der Schicksalsglaube verliert an Boden, und mit ihm die Astrologie. Bald werden Astrologie und Aberglaube Wechselbegriffe, die Sterndeutung erhält sich nur noch im Bereich der Jahrmarktswahrsagung, wo sie neben andere Wahrsagemethoden wie den Tarot tritt. Für die Wissenschaft ist die Astrologie nicht beweisbar und deshalb unbrauchbar.

Die Macht der Symbole

Jede Nacht steigen wir in die Tiefen der Seele hinab, wo im Traum Zeit und Raum überwunden werden, und wo Rationalität jeden Wert verliert. Diese machtvollen archaischen Bilder sprechen seit Jahrt ausenden zu uns wenn wir träumen. Symbole sind kollektive Bilder die aus unserer Seele aufsteigen und die sich an emotional erlernten Muster anklinken. Eine Spinne zum Beispiel löst ein ganz bestimmtes Gefühl in uns aus, ein rotes Herz ein ganz anderes. Wir assoziieren sofort mit Gruseln oder Liebe. Die Bibel spricht zu uns in Gleichnissen und Metaphern. Auch Märchen vermitteln die tiefen Weisheiten durch Symbole. Die Hexe steht für die magische, böse und negative Seite des Unbewussten, sie ist die Schöpfung unserer Wünsche und Ängste. Die Hexe symbolisiert die Tiefenkräfte der Seele, die dunkle Seite im Menschen, die uns oft fasziniert. Schlüssel sind Instrumente der Macht, weil sie ihrem Besitzer ermöglichen zu verschliessen, wie auch Zug ang zu erlangen. Sie sind ein Mittel, Unbekanntes zu erschliessen. Das Kopfhaar ist in Märchen, Traum und Mythos ein beliebtes Symbol für die Kraft der Gedanken, Vorstellungen und Phantasien, die genau wie das Haar aus dem Haupte hervorspriessen. Auch die Buchstaben, die Träger der Kommunikati on sind Symbole, welche wir täglich encodieren und so nutzen. Selbst Gegenstände sind Symbole: Eine Schale symbolisiert Leere, Aufnahmebereitschaft und ist damit ein Symbol des weiblichen. Ein Auto steht für Kraft und Unabhängigkeit. Die Werbebranche hat schon lange die Kraft der Symbole erkannt. Werbespots benutzen Symbole oft missbräuchlich und bewusst für ihre Zwecke. In Autowerbungen wird bewusst mit wunderbaren und unberührten Landschaftsbildern geworben um vom Image des Hauptverursachers der Klimaerwärmung abzulenken und uns zu sagen, „ das ist eine saubere Sache“. Ein Symbol ist ein Sinn-Bild, also ein Bild welches eine verschlüsselte Botschaft transportiert, die es aufzuschlüsseln gilt. Welche Kraft Symbole haben sehen wir beim hissen der Siegerflagge und der Nationalhymne bei Sportwettkämpfen. Ein Kopftuch lässt ganze Gesellschaften spalten und ein Hakenkreuz steht für eines der dunkelsten Kapitel der Menschheit überhaupt. Symbole geben Raum für Interpretationen, welche wiederum mit dem jeweiligen soziokulturellen Hintergrund zusammenhängen. So werden Symbole mitu nter kulturell unterschiedlich interpretiert. Das ist ein Grund, weshalb beispielsweise der westliche Mensch den Orientalen nicht versteht und umgekehrt. Aus diesem Grunde darf sich auch keine Nation der Erde anmassen, sein System über eine andere Kultur zu stülpen. Wie verheerend sich dies auswirkt sehen und lesen wir tagtäglich in den Nachrichten.

Astrologische Symbolik

in den heiligen Schriften In der Astrologie begegnen uns die Symbole in den Planeten, Sternzeichen und Häusern. In den letzten hundert Jahren vor der Geburt Christi war das heute gebräuchliche Horoskopsystem vollendet. Verschiedene in Keilschrift verfaßte Horoskope sind aufgefunden worden. Die meisten stammen aus hellenistischer Zeit, doch das älteste ist auf den 29. April 410 v. Chr. zu datieren. Das war in der ägyptisch – griechischen Übergangszeit. Im Altertum glaubte m an, dass Planeten und Sterne mit den Göttern zusammenhingen. Die gesamte griechische Mythologie ist an den Sternenhimmel gezeichnet. Astrologie war neben Medizin, Musik und Geometrie die wichtigste Wissenschaft.

Die heilige Schrift des Christentums, welche aus den kabbalistischen Schriften der Juden entstanden ist und deren Weisheit wieder um von den eingeweihten Ägyptern überliefert wurde ist voll mit astrologischen Texten und Hinweisen. Der Prophet Daniel war wohl Astrologe: "Daniel verstand sich auf Visionen und Träume aller Art", Dan 1,17. König Belschazzar ließ zur Schriftdeutung die Wahrsager, Chaldäer und Astrologen holen. Dan 5,7. König Nebukadnezzar, Belschazzars Vater, hatte Daniel zum Obersten der Zeichendeuter, Wahrsager , Chaldäer und Astrologen ernannt. Dan 5,11. Die sogenannten Heiligen Drei Könige waren Weisen aus dem Morgenland und Sterndeuter (Mt 2,1-12). Die vier Evangelisten werden als die vier fixen astrologischen Zeichen dargestellt. Matthäus als Engel, der dem Luftzeichen Wassermann entspricht, Markus als Feuerzeichen Löwe, Lukas wird als das Erdzeichen Stier dargestellt und Johannes als Adler. Der Adler ist der erlöste Skorpion und ein Wasserzeichen. Die 12 Jünger entsprechen den 12 Sternzeichen.

Das astrologische System hat sich im West en parallel zum Christentum ausgeweitet. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass Moses um 1300 v. Chr. am ägyptischen Königshof aufgewachsen ist und in allen Wissenschaften und spirituellen Lehren unterwiesen und eingeweiht wurde. Dabei spielte die Astrologie eine tragende Rolle. Moses war der mündliche Übermittler der Tora, der hebräischen Bibel. Diese fünf Bücher Moses wurden als Pentateuch zum alten Testament in der Bibel der Christen. Auch der Tarot entstammt der jüdischen Mystik, der Kabbala. Die Tarotkarten sind mehr als nur Wahrsagerkarten. Sie sind ein Gesamtwerk der Symbolik und Mystik. Islam, Judentum und Christentum sind unmittelbar aus derselben spirituellen Tradition entstanden. Moses wird im Islam mit Noah, Abraham, Jesus und Muhammad zu den fünf Propheten gezählt, die eine besondere Stellung durch ihr Leiden und Wirken erreicht haben. Er wird im Koran 136-mal erwähnt. In der jüdischen Schrift wird Jesus als Prophet verehrt. Moses ist in allen drei Religionen eine zentrale Figur.

Astrologie und Mythologie

Die Römer übernahmen das griechische astrologische System und wechselten die griechischen Götternamen aus. Aus dem Göttervater Zeus wurde Jupiter, er ist der grösste Planet unseres Sonnensystemes. So zeigt uns die Stellung Jupiters auch, wo wir zu Übertreibungen neigen aber auch wo wir wachsen können. Aus dem griechischen Kriegsgott Ares wurde Mars. Mars steht als Symbol für ungezügelte Energie, Durchsetzungskraft, Männlichkeit und Sexualität. Aphrodite war die Göttin der Liebe und mit grossem Abstand die schönste Göttin. Sie spendete außerdem Fruchbarkeit und Schönheit. Als Venus steht Sie am Himmel und leuchtet dort als Morgen- und Abendstern. Poseidon, der Gott der Meere mit dem Dreizack wurde bei den Römern zu Neptun. Das Herabtauchen ist ein Symbol für seelische Prozesse. Mit Neptun verbindet die Astrologie Phantasie, Instinktsicherheit und Spiritualität. Hermes war der Götterbote, speziell der Bote von Zeus. Er war auch der Beschützer der Reisenden, Glücksbringer und Schutzgottheit der Diebe und Kaufleute. Die römische Entsprechung war Merkur, und die Stellung dieses Planeten im Horoskop sagt uns denn auch etwas über Kommunikation und das Denken des Horoskopeigners aus. Hades war der Herrscher der Unterwelt und herrschte dort über die Seelen der Verstorbenen. Aus ihm wurde Pluto und die Stellung dieses Planeten sagt uns etwas über die unbewussten Kräfte, das Stirb- und Werde, sowie über Macht und die Sexualität aus. Pluto wird oft zum Bösewicht im Horoskop gestempelt und verteufelt. Kein Wunder, dass gerade dieser Planet von der Wissenschaft aus dem Sonnensystem geworfen wurde, denn er symbolisiert das Unberechenbare. Uranus ist nach der griechischen Götterlehre der Himmel, von Gaia ohne männliches Zutun gezeugt. Gaia war die Erde und damit das Urweibliche. Mit Uranos kam das männliche Element auf die Erde. Durch die Vereinigung von Himmel und Erde (Uranos und seiner Mutter Gaia ) wurde die Schöpfung vollendet. Weil Uranos seine Kinder, die Titanen und Zyklope haßte, verbarg er sie in der Erde (Gaia). Gaia veranlaßte deshalb einen ihrer Söhne, Kronos (röm.Saturnus), den Uranos mit einer Sichel zu entmannen. Als Uranos das nächste Mal zu Gaia stieg und bei ihr lag, entmannte ihn Kronos mit einer Sichel. Da Kronos-Saturn wiederum geweissagt worden war, dass er durch eines seiner Kinder der Herrschaft beraubt werde, verschlang er sie alle gleich nach der Geburt. Der Urgott Kronos-Saturn frisst sechs seiner Kinder. Statt des siebten gibt ihm die Mutter einen Stein zu fressen. Das siebte Kind, Zeus, wächst versteckt her an und zwingt dann seinen Vater, die sechs älteren Geschwister wieder von sich zu geben. In der Astrologie wird der Wassermann, welcher unter der Herrschaft des Uranus steht, dargestellt als weiser alter Mann, der aus seinem Wasserkrug vom Himmel auf die Erde leert und diese mit seinem geistigen Samen befruchtet. Als einer der geistigen Planeten versinnbildlicht Uranus Prinzipien jenseits der Materie und individueller persönlicher Grenzen. Uranus steht für die Intuition, die blitzhafte Eingebung, aber auch für Zerstörung und Revolution. Interessanterweise wurde Uranus 1781 entdeckt, also kurz vor der französischen Revolution 1789. Die revolutionäre Umgestaltung, die Losungsworte, Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit sind Uranus auf den Leib geschrieben. Saturn hingegen verschlingt seine eigenen Kinder, er verweigert sich damit der Zukunft. Dieselbe Thematik treffen wir im Neuen Testament an, wo Herodes alle Kinder töten liess um selbst nicht entmachtet zu werden. Auch er verschloss sich dem neuen Geiste des Christentums. Auch im Märchen vom Wolf und den sieben Geisslein begegnet uns dieselbe Geschichte. Der Jäger holt Großmutter und Rotkäppchen aus dem Bauch und füllt ihn mit Steinen. Der Wolf fällt in einen Brunnen und ertrinkt. Saturn ist die verschlingende Zeitmaschine. Wenn wir sagen „Ich habe keine Zeit“ sind wir im Banne Saturns und verschlingen gewissermassen unsere Kinder. Keine Zeit haben heisst, etwas nicht ernst nehmen, nicht bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Saturn ist der Hüter der Schwelle, und steht für die Traditionen und Einschränkungen aber auch für Arbeit, Ordnung und Mass.

Das Horoskop

Das Horoskop ist eine Zeichnung, eine Momentaufnahme der kosmischen Konstellation zur exakten Geburtszeit über dem Geburtsort. Die Sterne sind nicht die Ursache für die Geburt. Die Geburt erfolgt analog des energetischen kosmischen Musters. Wie müssen wir uns das vorstellen? Auf der Ebene unserer Galaxie, der Milchstrasse gibt es 88 Sternbilder. Das sind Himmelsbilder die durch Fixsterne gebildet wurden. Wir kennen den Drachen, den grossen und kleinen Wagen, den grossen Bären u.s.w.

Die 12 Sternbilder, welche auf der Äquatorebene unseres Sonnensystemes liegen wurden zu den 12 Sternzeichen oder dem sogenannten Tierkreis. Er beinhaltet die Idee, den Plan des Menschen. So wie ein Prisma das weisse Licht in die Spektralfarben aufteilt transformiert die Sonne die galaktische Energie hinunter auf die Planetenebene unseres Sonnensystems. Wir können uns das Universum auch als Sphärenharmonie oder als die kosmische Oktave vorstellen die sich auf der Planetenebene als Teiltöne der Tonleiter offenbart. Der Mensch wird unter einem bestimmten Schwingungsfeld geboren und reflektiert diese Teiltöne als Konsonanzen und Dissonanzen. Jeder Mensch ist ein eigenes Musikstück. Wenn die Galaxie die Ganzheit, das weisse Licht verkörpert oder die kosmische Oktave, verkörpern die Planeten die einzelnen Farbspektren oder Teiltöne.

Die Planeten sind die Schauspieler, welche die Energie wiederum auf die Ebene der Erde vermitteln. Auf unserer Erde erleben wir die Veränderungen im Sonnensystem andauernd als wechselnde Energiefelder. Hier verdichtet sich die feinstoffliche Energie zur Materie, hier ist Handlung angesagt. Unser Sternzeichen zeigt uns, durch welches Tor (Sternzeichen ) wir aus dem Kosmos herausgefallen sind. Durch Geburtsort und Geburtszeit und der Eigenrotation der Erde ergibt sich das sogenannte astrologische Häusersystem, dessen Ausgangspunkt der Aszendent bildet. Er wiederum zeigt uns, durch welches Tor wir in die Welt eingetreten sind. für jeden Menschen ergibt sich so eine einzigartige Konstellation, ein einzigartiger„kosmischer Fingerabdruck“.

Mit dem ersten Atemzug klinkt sich das Geschöpf ein in die kosmische Struktur. Die Geburt erfolgt exakt zu dem Zeitpunkt, wo sich das kosmische Muster mit dem menschlichen Energiemuster deckt. Den Planeten ist es natürlich egal, wie es uns geht und was wir von ihren Energien haben. Der Mensch liest an den Konstellationen wie in einem Spiegel etwas ab, was mit uns hier zu tun hat. In diesem Spiegel kann ich individuelle, kollektive oder historische Tendenzen ablesen. Die Energiemuster von Körper, Seele und Geist sind in der Geburtskonstellation abgebildet. Wie oben so unten. So wie die Uhr nicht die Zeit bewirkt, so "beeinflussen" die Gestirne nicht unser Geschehen. Die Sterne zwingen nicht, sie machen nur geneigt. Sie nehmen uns nicht die Verantwortung für unsere Entscheidungen und Taten ab, der Mensch selbst entscheidet und formt sein Leben.

Allzu oft wird Astrologie dazu missbraucht, etwas im Nachhinein zu rechtfertigen. „Ja klar, der Saturn stand in Konjunktion zu Mars , darum war ich so energielos die letzte Zeit. „ Es bringt auch keinen Nutzen, wenn der astrologische Berater dem Klienten Sensationen auftischt und ihm erklärt, warum er in nächster Zeit mit heftigen Schwierigkeiten rechnen muss. Die Verantwortung des Beraters in einem vertraulichen Gespräch ist gross und darf unter keinen Umständen zu Machtzwecken missbraucht werden. Im Zentrum des Gespräches steht der Mensch und nicht das Horoskop, dies ist vielleicht der wichtigste Grundsatz. Das Horoskop ist dabei die Inspirationquelle um die richtige Frage im richtigen Moment zu stellen. Es ist nicht das Ziel Antworten zu geben, diese muss der Klient selbst finden. Die Aufgabe des Beraters ist es, die richtigen Fragen aufzuwerfen und damit einen Prozess in Gang zu setzen.

astrologische Prognose und Karmaastrologie

Ein Grund für den Zerfall der seriösen Astrologie sind Jahresvorhersagen z.B. in illustrierten Zeitschriften und prognostizierte Sensationen. Ein absurdes Beispiel war der Sohn von Nostradamus im späten 16. Jahrhundert, der einen Brand gelegt haben soll, um die eigene Voraussage zu bewahrheitet. Er wurde hingerichtet. Zum Jahreswechsel feiern moderne „Hofastrologen“ Hochkonjunktur. Einen grossen Anteil am schlechten Image haben aber auch die falschen Astrologie- Propheten und Stimmungsmacher und die Esoterik-Softiewelle trägt das ihre dazu bei.

Mit der Astrologie lässt sich zwar voraussagen, welche Lebensbereiche und Lebensthemen aktiviert werden und welchen Grundenergien sie ausgesetzt sind. Wie diese Energien aber umgesetzt werden, kann nur reine Spekulation sein, denn der Mensch bestimmt selbst den Weg. Angenommen ich sehe bei einem Promi eine starke disharmonische Pluto - oder Skorpionqualität für das nächste Jahr voraus. Nun kann ich dem Horoskopeigner eine Todesvoraussage machen, da Plutoenergie und Skorpion mit Wandlungsprozessen einhergeht und der körperliche Tod die krasseste Form davon ist. Alle Gegner der Astrologie werden wie Geier warten auf meine Fehlvoraussage und sie werden in den meisten Fällen ihre Nahrung erhalten, wenn der Promi überlebt. Als Astrologe bin ich bei nicht eintreffenden Sensationen geliefert und der Astrologie wurde einmal mehr Schaden zugefügt. Der Promi hat aber vielleicht eine Scheidung durchgemacht oder ein burnout und musste den Beruf wechseln. Vielleicht ist er ein Tierfreund und seine Katze ist gestorben. All dies sind Formen von Wandlungsenergien und damit Pluto/Skorpion unterworfen, sie manifestieren sich aber auf einer anderen Ebene.

Die Astrologie muss aufhören, sich der „anerkannten“ Wissenschaft und der von ihr durchdrungenen Gesellschaft beweisen zu wollen. Die Wissenschaft hat immer die besseren Argumente. Es ist gerade die Qualität der Astrologie, dass es keine Ursache-Wirkung –Erklärungen für analoge Phänomene gibt. Genau so gut könnte man einem gläubigen Wissenschaftler vorwerfen, er habe noch keinen wissenschaftlichen Beweis für Gott gefunden und trotzdem geht er in die Kirche.

Wie soll man denn überhaupt von Ursache und Wirkung sprechen, wenn nicht einmal eine Ahnung vorhanden ist, woher Zeit und Raum kommen.

Kein Mensch kann beweisen, was aus ihm geworden wäre, wenn er fünf Minuten früher geboren worden wäre und sein Horoskop eine andere Häusereinteilung erfahren hätte. Es ist auch Tatsache, dass ein Huhn, welches zeitgleich mit der Geburt des Kindes auf demselben Bauernhof aus dem Ei schlüpft genau dasselbe Horoskop hat. Diese Tatsache schmälert weder das Huhn noch das Kind. Die Analogie würde vielleicht zeigen, dass das Kind zu einem berühmten Autoren heranwächst, während das Huhn vielleicht eine unglaubliche Produktivität im Eierlegen an den Tag legen wird. Eierlegen und Musik sind lediglich verschiedene Ausdrucksformen desselben Energiemusters, nämlich der Kreativität. Dieses Energiemuster erfüllt sich bei jedem Lebewesen seinen Möglichkeiten und seines Entwicklungsstandes gemäss. Deshalb kann ein Haselstrauch keine Fichte werden, auch wenn Sie dies noch so wünscht. Die Aufgabe des Haselstrauches ist es, Das Wesen (die Sonne) eines Haselstrauches zu verwirklichen. Gerade diese Einsicht, nicht ein Imitat eines Idols, eines Stars zu werden, sondern die ureigensten wesentlichen Qualitäten zur Blüte zu bringen, ist die wohl schwierigste und auch schmerzhafteste Lektion auf dem inneren Weg.

Die Karmaastrologie beschäftigt sich mit der Deutung von vergangenen Leben. Für viele Menschen kann dies hilfreich sein. Gerade die Achse zwischen nördlichem und südlichem Mondknoten gibt wertvolle Anhaltspunkte über das individuelle Lebensbuch. Die grosse Gefahr für den unbewussten Menschen, und mitunter auch den unbewussten Astrologen liegt darin, dass man dazu neigt, vergangene Leben als Alibi und Entschuldigung für Probleme in der jetzigen Existenz zu benutzen.

Während man negative Energien aus früheren Existenzen benutzen kann, um der Verantwortung im Hier und Jetzt auszuweichen werden andererseits grossartige Aspekte in Bezug auf frühere Existenzen gerne präsentiert um die Einzigartigkeit des Horoskopeigners herauszustreichen. All dies dient letztlich nur zur Aufblähung des Egos und ist wertlos für eine persönliche Entwicklung. Als spirituelles Wesen glaube ich an den Kreislauf von Tod und Wiedergeburt. Die analogen Erscheinungen des ewigen Kreislaufes in der sichtbaren materiellen Welt sind eindeutig: Denken wir an Ebbe und Flut, Tag und Nacht, Ein -und Ausatmen, die Jahreszeiten, Planetenzyklen, Geburt und Tod von Galaxien u. s. w. Meine persönliche Meinung aber zur Praxis der Horoskopinterpretation ist: „ Genügt ein Leben denn nicht, gibt es uns nicht schon genug Arbeit auf? Meine Hausaufgaben kann ich nur im Hier und Jetzt lösen, die Vergangenheit nehme ich demütig an und die Zukunft lege ich vertrauensvoll in die Hände des Schöpfers.

Die Zukunft beginnt jetzt !

Categories: Astrologie

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Freitag, 28. Juli 2017 04:52