Heilige Geometrie

18
September
1990

Heilige Geometrie

Ursprung

In Aegypten wird das Leben durch den Nil ermöglicht. Die alten Aegypter behaupteten, dass seine Quellen sowohl im Himmel wie in "einem fremden, fernen Land" liegen. Der Nil ist für sie mit dem Leben identisch: in einer Gegend, wo praktisch kein Regen fällt, wird durch die regelmässigen jährlichen Überschwemmungen das Beackern des fruchtbaren Landes möglich. Der Nil überflutet das Land, und wenn er den fruchtbaren Schlamm zurückgelassen hat, wird das Ausmessen der Grenzmarkierungen, die Aufteilung des Bodens immer wieder notwendig. Dieser jährlich wiederkehrende Prozess ist heilig, er ist der Schöpfung analog: die Wiederherstellung von Ordnung auf der Erde, nach altem Gesetz. Aus einer praktischen Notwendigkeit heraus entstand (unter anderem) die heilige Wissenschaft der Erdmessungen, die Geometrie (gaia, gä = Erde, metron = Mass). Durch die Griechen - Pythagoras wurde in Aegypten geschult - gelangte das heilige Wissen von Zahlen und geometrischen Formen (die ihrem Wesen nach nicht voneinander zu trennen sind) in den Nahen Osten. Verbunden mit dem esoterischen Gedankengut des Islam entfaltete sich die Geometrie als Wissenschaft und Kunst: sie wurde zum Ausdruck von kosmischen Zusammenhängen, wurde zur Brücke zwischen Nicht-Manifestiertem und Manifestation. Im l1.-12. Jahrhundert kehrte die Geometrie nach Europa zuück, um die christliche Kunst neu zu befruchten: die Kathedralen der Gotik zeugen davon. Die reinen Formen sind in Stein, Glas und Bilder eingekleidet worden.

Written by: Agnes Hidveghy Categories: Heilige Geometrie

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