24
August
2007

Ein lebender Lehrer

über die NEUEN Strukturen - Agnes Hidveghy, befragt von Reijo Oksanen

Agnes Hidveghy: Christlich religiöse Erziehung. Als 14 Jährige Begegnung mit der indischen Philosophie – Ramana Maharshi, Vivekananda. In der Schweiz 15 Jahre enge Kontakte mit Yoga-Philosophie und Praxis; gleichzeitig als 24 Jährige Jungsche Analyse und Beginn mit Astrologie-Studium. Beschäftigung mit jüdischer Mystik, mit tibetanischem und Zen-Buddhismus. Während 21 Jahren Teilnahme an einer Gurdjieff Gruppe. Praktische Schulung durch Sufi Ideen.

Reijo: Was hat dich zu einem Sucher gemacht?

Agnes: Wo ist der Anfang? Wir sind im linearen Denken gefangen und glauben: Die Ursachen sind in der Vergangenheit, die Wirkungen folgen später in der Zeit. Aber warum habe ich diese Eltern bekommen, warum war ich behütet, aber einsam in meiner Kindheit? Warum habe ich die Christlichen Ideen in diesem Sinne verstanden und nicht auf die gleiche Art, wie viele andere? Warum habe ich Menschen getroffen, die mir die Bücher von Vivekananda und Paul Brunton gegeben haben, als ich 14 Jahre alt war? Wozu all die anderen Möglichkeiten zu innerem Wachstum? Ich kann dir nur eine wahre Antwort auf diese Frage geben: »Die Ursachen sind nicht unbedingt die Antwort. Seit dem der Grund die Auswirkung seiner eigenen Wirkung ist« (Reshad Feild).

Reijo: Wie ist es mit Gurdjieff?

Agnes: Vom ersten Moment an, als ich davon hörte, war ich vom Phänomen Gurdjieff beeindruckt. Ich habe Belsebubs Erzählungen an seinem Enkelkind auf Deutsch (All and Everything) das erste Mal innerhalb von vier Tagen gelesen, ich lag fiebrig im Bett. Ich habe 15 Jahre lang an einer Gurdjieff Gruppe teilgenommen, die ursprünglich von Dr. Maurice Nicoll gegründet worden ist. Gabi Patak führte die Gruppe in Zürich und hatte Kontakt mit Beryl Pogson. Wir trafen auch Mrs. Oldham und hatten Verbindung mit der Amersfort Gruppe in England. Du hast erwähnt, dass Sam Copley dein Gruppenleiter war, auch ihn habe ich in Amersfort getroffen. Meine Geschichte von der »Arbeit« ist lange, mit vielen Farben und unmöglichen, unerwarteten Wendungen. Am Ende der Siebziger Jahre und Anfang der Achtziger hatten wir Kontakt mit Mr. Paul Beidler aus Amerika. Er hatte Gurdjieff persönlich gekannt und während zwanzig Jahren im Osten studiert. Mr. Beidler war ein Lehrer, er hatte ein Zentrum in der Nähe von New York. Es existiert heute noch und heisst The Search at Northeon Forest. Doch konnte mein Wunsch dorthin zu gehen, nicht realisiert werden.

In den frühen Achtziger Jahren besuchte Mrs. Louise March ein Wochenseminar bei mir über die Astrologie als kosmologisches System. Du weißt, wer sie war; Gurdjieffs Sekretärin, die Belsebubs Erzählungen auf Deutsch übersetzt hatte und sie hatte in den USA die Rochester Folk Art Guild, eine Arbeitsfarm, gegründet und geleitet. Sie war damals 82, und obwohl sie sehr krank war, war sie jede Minute während dem harten Programm präsent. Eines der Themen mit dem wir uns gemäss der Astrologie als kosmologisches System befassten, war damals auch der Ausdruck der Astrologie in der Objektiven Kunst, im Besonderen in den Fresken der Villa dei Mysteri in Pompei.

Übrigens – kürzlich bekam ich eine neue Einsicht über Gurdjieffs Arbeit. Die Frage stieg erneut in mir auf, was war seine Aufgabe? Und ich sah sie im Zusammenhang mit der Kluft, dem Übergang zwischen den zwei Zeitaltern. Als erstes zerstörte er die alten Strukturen. Dies brachte er auf vielfältigste Art und Weise zum Ausdruck. Doch die Konsequenzen davon werden von vielen seiner Anhänger nicht verstanden. Er hat keine »Schule« mit einer Mission hinterlassen. Er musste eine »schmutzige« Aufgabe übernehmen, eine sehr schwierige. Aber heute können wir nicht denselben Weg gehen, den Weg den er ging, den er uns zeigte. Wir leben in einer anderen Zeit. Wir müssen die Möglichkeit nutzen, ohne Strukturen zu sein, und daran weiterarbeiten, neue Strukturen für die Zukunft aufzubauen. Dazu braucht es kreative Menschen, mit Wissen und einer gewissen inneren Entwicklung, mit innerer Unabhängigkeit. Er hat uns Ideen und Werkzeuge hinterlassen, die notwendig sind, um diese neuen Strukturen zu bilden.

Reijo: Gurdjieff sagte, er wolle eine neue Idee von Gott in die Welt bringen. Ich sehe seine Lehre mit so vielen »interessanten« Ideen, grundlegend als eine intellektuelle. Ebenso sind die Ideen »Objektives Bewusstsein« und »Objektive Moral« so weit vom heutigen Alltag entfernt und die Herrschaft der »Subjektiven Moral« ist so stark, dass der Versuch sie zu »überbrücken«, eine enorme Anstrengung erfordert.

Agnes: Es ist mir nicht möglich, irgendein Urteil über die moralische Seite und die Absicht hinter Gurdjieffs Lehre abzugeben. Ich habe nicht das Wissen und das Verständnis, das zu tun. Was ich weiss, ist, dass ich Gurdjieff nicht als Beispiel für mich selbst benutzen kann. Auch glaube ich nicht, wenn ich eine Person treffe, die Armagnac trinkt und raucht, dass diese Person Gurdjieff wirklich verstanden hat. Ein Lehrer ist nicht ein Beispiel, das bis ins Detail seiner oder ihrer Persönlichkeit imitiert werden soll, und Gurdjieffs Persönlichkeit war sehr stark. Entscheidend ist, was dabei heraus kommt, was in den Individuen ausgelöst wird. Du erkennst einen Baum an seinen Früchten. Mrs. March war eine Person, in der ich etwas vom direkten Einfluss Gurdjieffs erkennen konnte. Für sie war er der Ausdruck und die Wirkung eines wahren Menschen.

Was ich entschieden nicht akzeptieren kann, ist die Manipulation der emotionalen Welt. Das bedeutet für mich, einen Aspekt der Einheit zu verneinen. Frei zu sein heisst, einen unabhängigen Ort in sich selbst zu erschaffen und an dem, was geschieht, teilzunehmen. Mit einem Bild ausgedrückt: Ein Pendel nicht anhalten, sondern zu dem Punkt hinaufsteigen, wo es aufgehängt ist. Zum ganzen Pendel werden. In dieser Zielsetzung ist genügend "Erinnerungsfaktor" enthalten!

Auch mit seinem künstlichen, inneren Krieg habe ich meine Mühe. Wenn wir auf dem inneren Weg sind und gleichzeitig voll im Leben stehen, wird uns dieser Krieg gegeben, ob wir es wollen oder nicht. Es gibt andere Möglichkeiten Energie zu erschliessen, als durch Kampf. Mein Weg ist, die Gegensätze im Bewusstsein zu halten und um die versöhnende, dritte Kraft zu bitten. Die Spannung aushalten und nicht nach einer Synthese suchen. Es funktioniert. Es ist sehr einfach. Etwas anders formuliert ist es: Mit einer offenen Frage leben. Fragen und nicht Antworten suchen. Ich weiss, dass das wenigstens in einigen Gruppen gefördert wird. Es hat Jahre gedauert, bis ich fähig war, überhaupt Fragen zu stellen. Ich war durch meinen intellektuellen, familiären Hintergrund darauf gedrillt »zu wissen, ohne überhaupt eine Frage zu haben«. Indem wir Zeuge sind, lassen wir die dritte Kraft direkt arbeiten.

Reijo: Wie bist du nach der Nicoll-Gruppe weitergegangen?

Agnes: Ich habe die Christliche Mystik studiert, Heilige Geometrie, Jüdische Mystik
und Astrologie als kosmologisches System. Durch Gurdjieff’s Lehre habe ich dort das gleiche Wissen und die Kosmologie gefunden, die er ausgedrückt hat. Und dann war ich dazu bereit, einem lebendigen Lehrer zu begegnen.

Jetzt sehe ich, dass mein Leben schon von Anfang an darauf ausgerichtet war, mich für eine ganz bestimmte Aufgabe vorzubereiten. Jetzt ist es an der Zeit damit zu beginnen, sie zu erfüllen. Für ungefähr zehn Jahre ging ich durch ein Training in der Sufi Tradition. Während all dieser Zeit war ich jedoch auch selbständig als Beraterin in Lebensfragen und Krisenzeiten tätig, 45 Jahre lang. Ich arbeite mit der Astrologie, halte Seminare und gebe Vorträge über Spiritualität. Letztes Jahr habe ich mit einer Gruppe von Freunden ein Projekt begonnen, das ars sacra heisst und der Schwerpunkt dieses Projektes ist das Studium von Objektiver Kunst.

Reijo: Wie definierst du den Begriff Objektive Kunst?

Agnes: Das Hauptobjekt meiner Studien während den letzten 25 Jahren ist der

Isenheimer Altar.

IsenheimerAltar Kreuzigung



Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie ich das Konzept verstehe. Ich glaube dieses Werk ist die perfekteste und umfassendste Manifestation von Objektiver Kunst in Europa. Die Grundidee dieses Meisterwerkes basiert auf dem Enneagramm und dem Gesetz der Oktave. Das universelle Wissen ist in einer genialen Weise als Konzept geplant und bis ins kleinste Detail durch die Genialität des Künstlers verwirklicht worden, der als Grünewald bekannt ist. Das Werk übermittelt kosmische Gesetze und ihre Beziehung zueinander, die Hauptstationen auf dem WEG und die Art und Weise, wie ein verwirklichter Mensch funktioniert. Das erste Buch, das ich darüber schrieb, ist jetzt bereit auf Deutsch gedruckt zu werden. Übersetzungen ins Englische sind in Bearbeitung und es ist mein Wunsch, dass diese beiden Versionen gleichzeitig veröffentlicht werden.

Das Enneagramm und das Gesetz der Oktave sind auch im Konzept von

Leonardo da Vinci’s Abendmahl

und in den Fresken der Villa dei Mysteri in Pompei

Erste Wand Fresken, Villa dei Misteri, Pompeji



enthalten, die ich während vieler Jahre studiert habe.

Die direkte Wirkung von Objektiver Kunst ist ohne etwas darüber zu wissen unmittelbar, tief und subjektiv. Um sie jedoch verstehen zu können, ist es notwendig, objektive, kosmische Strukturen und Gesetze zu kennen.

Auf eine andere Weise bleibt jedes Studium eine subjektive Interpretation. Ohne die Bedeutung des Enneagrammes zu kennen, bleibt es bei sehr interessanten Informationen, aber verloren für Menschen auf dem Weg. Der Weg ist sehr lang bis wir fähig werden, eine Idee (im Sinne Platos) zu erkennen. Es braucht viel, bis wir zur Unterscheidung fähig sind, zwischen einer Idee und einer Vorstellung, die wir uns mit unseren umwölkten Gehirnen davon machen. Es ist nicht genug, Gurdjieff und seine Umgebung zu studieren. Doch es ist notwendig, das Wesentliche seiner Lehre zu finden und sie für unsere Zeit zu formulieren, so dass die Leute sie verstehen können.

Reijo: Der Isenheimer Altar ist eine Kombination von vielen Ikonen. Diese Art von Triptichon oder dreiteiligem Altarbild kann auch in einigen Orthodoxen Kirchen gefunden werden. Es scheint mir, dass diese Weise ein besseres Bild des Ganzen geben kann, als die Orthodoxen Iconostasis, welche eine Sammlung von vielen verschiedenen, einzelnen Ikonen sind, die auf verschiedenen Ebenen dargestellt sind.

Agnes: Nichtsdestoweniger arbeiten die Bilder mit uns in einer sehr ähnlichen Weise. Jeder Vergleich zerstört – es ist nicht notwendig zu vergleichen – es sind verschiedene Querschnitte der einen Wirklichkeit.

Ikonen haben ihre eigene Sprache. Wenn sie »geschrieben« sind, ist es unvermeidlich diese Art von Skript lesen zu lernen. Auf jeden Fall ist es hier im Westen wichtig die Sprache der Bilder kennen zu lernen. Eine mentale Analyse legt eher einen Schleier über die unmittelbare Kommunikation zwischen der Ikone (oder irgendeinem Bild) und dem innewohnenden Wissen des Herzens.

Wie du geschrieben hast, ist das Christentum eine »Schule« – ohne Lehrer. Ohne eine lebendige Tradition hier im Westen. In der Orthodoxen Kirche gibt es jedoch eine lebendige, spirituelle Tradition. Ich habe das mit Erstaunen festgestellt.

In der Orthodoxen Ikonographie wird eine Verbindung zwischen den Griechischen mythologischen Figuren und dem Westlichen Christentum geschaffen.

Johannes der Täufer wurde zum Beispiel aus dem »Ziegengott« Pan heraus entwickelt. Die wichtigste Figur ist Dionysos, der einzige Gott, der den Tod und die Wandlung kennt. Er ist der "dreimal Geborene". Die Kenntnis der Mythologie mit einem Verständnis ihrer Bilder auf der inneren Ebene ist notwendig und wird gebraucht.

Für mich ist eine sehr genaue Formulierung wichtig. Es ist notwendig, so genau und präzise wie nur möglich zu kommunizieren. Das ist der Weg, wie die Lehre im neuen Zeitalter des Wassermannes weitergegeben werden kann. In den nächsten 2000 Jahren wird der kollektive Kanal der Kommunikation intellektuell sein. Ich möchte etwas über Begriffe sagen. Nach einer Weile – es beginnt schon in der zweiten Generation – verlieren die Begriffe, die wirkliche Erfahrungen ausdrücken, ihre Wirkung. Sie werden analysiert und interpretiert. Deshalb gebrauche ich selten die allgemein gebräuchlichen Begriffe, weder von Gurdjieff, noch von der Jungschen Psychologie, oder von einem anderen System. Ich versuche die Dinge auf meine eigene Art zu formulieren, in der heutigen Sprache, soweit sie mir bekannt ist.

Reijo: Mein Wissen über Sufismus beschränkt sich auf das Lesen einiger Schriften von Khayyam, Attar und Rumi. Was hat dir der Sufismus gegeben, das dir in der Gurdjieff Gruppe gefehlt hat?


Agnes: Mein geliebter Lehrer Reshad Feild hat einmal gesagt – das bekam eine grosse Bedeutung auf meinem Weg – »Die Schöpfung ist aus Liebe entstanden. Um alles mit allem in Verbindung zu bringen, hat Gott in allem was erschaffen worden ist, das Bedürfnis eingepflanzt.« (Das ist nun meine eigene, freie Formulierung). Er sagt auch oft: »Die Liebe trifft dich wie ein Messer.« Es ist immer Liebe, die jede Verbindung schafft, zu allem was nur möglich ist.

Die Gegenwart eines Lehrers hat eine andere Wirkung als das Studium von den Ideen, die er zurückgelassen hat. Die Präsenz eines Lehrers übermittelt eine Substanz, die es dem Schüler ermöglicht, in der richtigen Art zu verstehen und zu arbeiten.

Reijo: Ich finde oft, wenn ich einen Mann anschaue, einen durchschnittlichen Mann, wie zum Beispiel einen Geschäftsmann oder einen Politiker, dass sie voll »von sich selbst« sind, diese geringe Selbstachtung oder diese Art von Selbst-Wichtigkeit, die ich auch zu einem kleineren oder grösseren Grad habe. Natürlich gibt es Ausnahmen, doch es ist ein interessantes Schauspiel, manchmal sogar ziemlich lächerlich. Frauen scheinen viel weniger mit sich selbst "voll" zu sein. Es wurde gesagt, dass eine Frau einen wirklichen Mann braucht, um zu wachsen. Ist es nicht wahr, dass ein Mann eher eine wirkliche Frau braucht, vielleicht sogar mehr als eine Frau einen wirklichen Mann braucht?

Agnes: Im Deutschen gibt es einen Ausdruck für gebären, der lautet: »Auf die Welt bringen«, in die Welt hinein bringen. Nur eine Frau kann einen Mann auf die Welt bringen. Und das ist nur möglich, wenn der Mann durch eine Verpflichtung sich bindet. Doch Männer mögen sich nicht festlegen. Deshalb sagen Frauen oft »Ich verstehe nicht. Er hat sich geöffnet, und genau danach hat er mich verlassen.« Die Lehrer in Tibet wissen, dass es mehr verwirklichte Frauen als Männer gibt, doch sie haben es nicht nötig, bekannt zu sein.

Zurück zum Sufismus. Ich habe damit zum ersten Mal Kontakt gehabt an einem vier Tagesseminar mit Pir Villayat Khan zu Beginn der achtziger Jahre. Es war wie frisches Wasser aus einer Quelle! Mein Wesen öffnete sich und ich dachte: Ich bin ein Sufi von Geburt an. Das Gleiche geschah, als ich Irina Tweedie an einem Wochenendseminar traf. Sie waren beide vollkommen verschieden voneinander, individuell, aber beide in und aus der Wahrheit lebend.

Dann kam Reshad, ein wohlerzogener Engländer. Es war das Gleiche, wie mit Gurdjieff, mit dem Unterschied, dass er eine lebendige Person war und ist. Er wusste immer was mit rund 70 Personen in seinem Umkreis los war. Seine Visionen zeigen sich in der Christlichen Form und seine Methoden sind Sufi Methoden. Er wendet die Werkzeuge an, die verfügbar sind.

Seine Stärke in Gott und seine Schwäche als menschliches Wesen waren nie getrennt. Wenn er mit seiner machtvollen Stimme laut schrie, fühlte ich nur eine direkte Übermittlung von Liebe. Es war nicht wichtig, weshalb er schrie und ob er Recht hatte oder nicht. Er versuchte nicht seine Probleme zu verstecken. Die Dinge waren so, wie sie waren. In jedem Moment in seiner »Lebenden Schule« war ich mir über das ausserordentliche Geschehen bewusst, an dem ich teilnahm. Ich bezahlte auf meine eigene Weise. Ich brachte alle jene Menschen zu ihm, die ich vorbereitet hatte oder mit denen ich durch meine Arbeit verbunden war. Meine ganze Praxis, die ich während 25 Jahren aufgebaut hatte, brach zusammen. Das waren ungefähr 80 – 100 Menschen (vielleicht blieben 30 während einer längeren Zeit) die nun im engsten Kreis um ihn herum sind.

Reijo: Wie würdest du deine eigene Situation im Zusammenhang mit Gurdjieff und seiner Lehre zusammenfassen?

Agi: Mein Beitrag ist meine eigene Arbeit, die durch einen ursprünglichen Funken seines Geistes entstanden ist. Meine Glaubwürdigkeit entspringt meiner eigenen Beziehung mit meinem Gott – es ist meine Wirklichkeit, die "meine Sicht von der wahren Welt" zum Ausdruck bringt. Ich bin Gurdjieff dankbar für das Opfer seines Lebens, für das, was er für uns getan hat, zum Wohl der kommenden Welt. Wir können es nicht wirklich wertschätzen – er war grösser als wir es sind. Seine bewusste Anstrengung und sein absichtliches Leiden bleiben ein Geheimnis zwischen ihm und Gott.

Author; Agnes Hidveghy Categories: Verschiedene Themen

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