Der Altar

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Die Schöpfungsidee MENSCH und der persönliche Weg ihrer Verwirklichung Isenheimer Altar. Einführung

Die Darstellungen des Isenheimer Altars beschreiben innere Zustände und Prozesse des Menschen, auf Grund eines kosmologischen Modells, die in christliche Bilder gekleidet sind. Dieses Modell ist viel älter als das Christentum und es gibt auch heute noch unter uns lebende Wissen-de, die in seiner Tradition stehen.

Das Wasser des Lebens: Der Schlüssel zur Ewigkeit

Als bereits fließender Strom erscheint uns die Schöpfung, aus der «Höhe» kommend, aus der Ferne in unsere Gegenwart strömend. Sie erscheint als der Strom des Lebens, der uns mitreißt. Dieser Strom hat uns aus der Mitte, von der Quelle bis an den Rand der Schöpfung hinausge-schwemmt. Bis in die Welt der verlangsamten, sich verdichtenden Schwingungen, die für unsere Sinnesorgane als Materie erscheint und unseren physischen Körper bildet. Die Strömung der Schöpfung hat uns

Der Isenheimer Altar

Wir brauchen auch Zeit, um zu lernen, wie wir die Bilder, und die Texte "im Herzen bewegen" können, anstatt sie im Kopf zu Hirngespinsten anwachsen zu lassen. Es geht dabei immer wie-der darum, Fragen zu stellen, die in uns neue Räume Erschließen. Es kann hilfreich sein, das, was in uns geschieht und entsteht, zu notieren. Ich schreibe aus dem heraus, was ich jetzt bin. Aus dem Sein heraus will ich das bezeugen, was jetzt geschieht, in diesem Querschnitt des Ewigen, in dem mein Atem mit dem Atem des Kosmos pa-rallelgeschaltet ist. Ich will aus einer mir möglichen Wachheit heraus wahr-nehmen, was IST.

Die vier Gefässe auf dem Altar

Die Wandlung braucht Zeit. Damit sie geschehen kann, ist uns Zeit aus der Ewigkeit geschenkt worden. Sie verläuft innerhalb der individuellen Gegebenheiten unseres Lebens, und doch nach einer klar erkennbaren Struktur. Diese für alle gültige, gemeinsame Struktur des Weges der Wandlung ist in den spirituellen Traditionen zu allen Zeiten, durch die Bilder der jeweiligen Kultur dargestellt oder beschrieben worden. Auf das Risiko der Wandlung lassen wir uns nur dann ein, wenn wir nichts mehr zu verlieren haben: Wenn wir auf der Schädelstätte – auf Golgatha – gelandet sind. Auch dort wollen wir uns diesem Prozess erst öffnen, wenn wir bereits durch eine neue Identität getragen sind. So funktioniert es aber nie. Zuerst kommt das Sterben und erst nachher die Auferstehung.

L ArsSacra


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Dienstag, 20. November 2018 01:58