Die 12 Tafeln

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Kreuzigungsszene und Predella

In der Sufi Tradition gibt es einen Spruch: «Zuerst die Kreuzigung, dann die Geburt Jesu». Die-se Reihenfolge entspricht der inneren Erfahrung: Maria geht den schmerzlichen Wandlungsweg von der Kreuzigungsszene bis zur Geburt Jesu. Ihr Weg ist der Weg der Seele, der mit dem Er-wachen aus einer kosmischen Verzauberung, aus einem Dornröschenschlaf beginnt. Sie wächst bis zum Erblühen als DIE ROSE DER SCHÖPFUNG heran, deren Wurzeln in der Schöp-fungsvision des Vaters ihren Boden haben. So wird sie zur GOTTESGEBÄRERIN. Dieser Weg der Seele ist, mit Zeit gemessen, lang. Schrecken wir aber nicht davor zurück: Wir haben doch die Zeit als Geschenk aus der Ewigkeit, als Möglichkeit für diesen Weg erhalten. Wir werden unsere Zeit, die Zeit, die wir benötigen, zur Verfügung haben. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn der Weg einmal angefangen hat, spielt die Zeit keine Rolle mehr - ob wir das begreifen oder nicht.

Der Heilige Sebastian und der Heilige Antonius als Wesen und Persönlichkeit

In den großen spirituellen Traditionen entsteht das Modell des Menschen aus der Erfahrung der Ganzheit. In den unterschiedlichsten Darstellungen der jeweiligen Zeit und Kultur kann man die gleichen Strukturen erkennen. Schauen wir an, wie solch ein Modell in christliche Bilder gekleidet aussehen könnte, und verbinden wir es mit unseren eigenen Erfahrungen. Erst dann können wir beurteilen, wieweit dieses Modell unserer eigenen

Die Verkündigung

Es ist ein atemberaubender Moment, wenn sich das Herz öffnet. Eine neue Dimension tut sich auf. Was hereinbricht, ist eine, bis dahin unbekannte Lebendigkeit. Es ist Versprechen der Er-füllung, es ist eine Farbigkeit, dem gegenüber sich das vergangene Leben in Schwarz-Weiß ab-gespielt hat. Das, was bis anhin goldig geglänzt hat, erweist sich als gelbe Fälschung dem echten Gold gegenüber, das in der Gegenwart aufblitzt. Eine nie erfahrene Reinheit des Augenblicks, ohne Makel. Eine innere Wirklichkeit, die durch niemanden und nichts in Frage gestellt werden kann.

Geburt Jesu

Die Geburt des Seins geschieht immer das erste Mal, immer in der Gegenwart. Die Sprache hat keine Möglichkeit es auszudrücken. Die ewige Gegenwart hat sich nicht erst vor 2000 Jahren mit der Geburt des historischen Jesus manifestiert, wie es von der Kirche interpretiert wird. Die-ses Geschehen ist keine Vergangenheit und keine Zukunft. Es ist nur in der Gegenwart aus-drückbar, es ist ewige Gegenwart. Es geschieht nicht erst auf diesem Planeten, in diesem Son-nensystem, und wiederholt sich nicht heute oder irgendwann, irgendwo. Immer und überall in der Schöpfung geschieht es das erste Mal. Die Geburt des BEWUSST-SEINS geschieht aus der, im Augenblick geschehenden neuen Schöpfung.

L ArsSacra


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Dienstag, 20. November 2018 01:51